Meldung:
Herten-Scherlebeck, 07. Februar 2012
Politisches Frühstück mit NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann
90 Interessierte diskutieren über die Chancen der Sekundarschule
"Die Einführung der Sekundarschule bedeutet keine Notwendigkeit, jede Schulform, die per Gesetz möglich ist, auch vor Ort vorzuhalten!", nahm die Ministerin den Teilnehmern die Sorge, dass der Schulfrieden zu mehr Verwirrung in der Bildungslandschaft führen könnte. Alexander Letzel, bildungspolitischer Sprecher der SPD in Herten, machte deutlich, dass die Reform genau so auch in Herten verstanden worden ist: "Wir sehen die Sekundarschule als Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg zu einem integrativen Schulsystem und glauben, dass der Schulfrieden es ermöglicht, das Schulsystem in unserer Stadt zukunftsfest zu gestalten."
Gerade vor dem Hintergrund stark zurückgehender Schülerzahlen, dem Sanierungsstau in den Gebäuden und der in vielen Städten stattfindenden Abwanderung von Schülerinnen und Schülern an Schulen der Nachbarstädte böte der Schulfrieden die Chance, die kommunale Schullandschaft individuell vor Ort zu gestalten und den Notwendigkeiten anzupassen, so die Ministerin.
In der anschließenden Diskussion, für die Sylvia Löhrmann ausreichend Zeit mitgebracht hatte, wurde allerdings deutlich, dass die Stimmung in Herten in der Bildungspolitik sehr gut ist. Viel Lob für die politische Arbeit vor Ort gab es von den Vertretern der Hertener Schulen. Dennoch wurde die Forderung erhoben, die anstehenden "Baustellen" im Bildungsbereich weiter intensiv zu kommunizieren und gemeinsam zu bearbeiten. Hier spielt vor allem das Thema der Inklusion geistig und körperlich behinderter Kinder in das Regelsystem eine große Rolle.
Auf Grund des erkennbaren Diskussionsbedarfs zu diesem Thema köndigte Margret Gottschlich zur Freude vieler Anwesender an, die Fragen der Inklusion in einem der nächsten politischen Frühstücke zu behandeln.