SPD Fraktion fordert eine Weiterentwicklung der Sportstätten in Herten

Der Rat der Stadt Herten hat sich mit Beschluss vom 28.11.2018 zur Weiterentwicklung aller bestehenden Sportstätten bekannt. Angesichts der besonderen Haushaltslage der Stadt Herten bedeutet dies grundsätzlich eine erhebliche wirtschaftliche Herausforderung. Die Hertener SPD-Fraktion verfolgt das Ziel, die Hertener Sportanlagen zukunftsfähig aufzustellen und damit dem Schul- und Vereinssport optimale Trainings- und Spielbedingungen zur Verfügung zu stellen. Um diesem Ziel zu entsprechen, hat der Rat in den letzten Jahren schon entsprechende Beschlüsse gefasst und Maßnahmen auf den Weg gebracht, zum Beispiel das neue Umkleidegebäude am Katzenbusch und die Freizeitanlage Westerholt.

Christian Bugzel dazu: „Die SPD-Fraktion hat sich intensiv mit der Frage des Sportstättenkonzepts und der Aufarbeitung der durch die schlechte Kommunikation der Vergangenheit entstandenen Gemengelage beschäftigt, Sportvereine besucht und zahlreiche Gespräche geführt. Daraus wurde die Notwendigkeit zur Veränderung des bisherigen Vorhehens klar, zumal sich viele Rahmenbedingungen seit dem letzten Beschluss im Jahr 2014 geändert haben, so sollte ein Kunstrasenplatz mittlerweile Standard sein.“

Auf einer Reihe von Hertener Sportanlagen bestehen noch Ascheplätze. Sie bergen eine höhere Verletzungsgefahr und führen im Sommer unter Umständen zu einer gesundheitsbelastenden Staubentwicklung. Aus unserer Sicht sind Ascheplätze nicht mehr zeitgemäß. Es muss das Ziel der Stadt Herten sein, alle Ascheplätze in Kunstrasenplätze umzubauen.

Darüber darf aber nicht vergessen werden, dass auch bei den Umkleiden auf mindestens zwei Sportanlagen (Disteln und Paschenberg) großer Handlungsbedarf besteht. Ein weiterer Punkt ist der Bau von Kunststofflaufbahnen für die Leichtathletik

Daher  fordern wir die Verwaltung auf einen Kriterienkatalog für die Entscheidung über die Sanierung von Tennenplätzen, die Sanierung von Tennenlaufbahnen, der Sanierung bzw. Erweiterung von Umkleiden, die Errichtung von Kunststofflaufbahnen und die Errichtung von Kunstrasenplätzen vorzulegen. Die Kriterien selbst werden unter der Beteiligung der Vereine erarbeitet und abschließend durch den Rat beschlossen.

Wolfgang Kumpf dazu: „Wichtig ist vorallem, dass die Vereine nun wieder Planungssicherheit bekommen und die Verwaltung als verlässlicher Partner wieder gesehen wird. Dazu erwartet die SPD eine Entscheidungsvorlage, in der insbesondere auch die Erkenntnisse der Gespräche zwischen Verwaltung und Sportvereine einfließt, damit ein nachhaltiger Ratsbeschluss gefasst werden kann, der die Vereine auch wieder in ihrer so wichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit ruhig arbeiten lässt“.

Die verpflichtende Beteiligung der Vereine soll künftig entfallen. Damit wird die Verpflichtung des SV Westerholt, 25.000,- Euro zu entrichten, aufgehoben. Außerdem soll dem SV Vestia Disteln angeboten werden, den Schuldendienst für die Restschulden des zur Finanzierung des Eigenbeitrags aufgenommen Kredits zu übernehmen.