Archiv 17. September 2019

Rückblick auf das Zukunftswochenende

Am Wochenende wurde das « Bürgerhaus” Süd mal wieder seinem Namen gerecht: Ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger haben mit Leidenschaft, Augenmaß und gegenseitigem Respekt über die Zukunft unserer Stadt diskutiert. Der gemeinsame Nenner der verschiedenen Arbeitsgruppen, der Debatten mit den Vertretern aus Bundestag, Landtag und Rat war die Daseinsvorsorge. 

  • Das Thema Wohnen betrifft alle Menschen und wir können es nicht alleine dem Markt überlassen. Hier wird die Hertener SPD auf Basis aktueller Zahlen mit Experten und Betroffenen einen Vorschlag für die Kommunalwahl erarbeiten, wie die Stadt hier wieder stärker gestalten kann.
  • Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt haben sich gewandelt. Es geht um Qualifikationen für die neue Arbeitswelt, die immer mehr von der Digitalisierung bestimmt ist, um die Behebung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen und um die Nutzung der Chancen, die sich unseren Stadtwerken, dem örtlichen Handwerk und dem Anwenderzentrum h2herten im Rahmen der Energiewende bieten. Es geht aber auch darum, mit dem sozialen Arbeitsmarkt Langzeitarbeitslose in die Gesellschaft zu integrieren und zugleich Bedürfnisse zu befriedigen, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind (wie z.B. die Pflege des Stadtbildes).
  • Kultur in allen ihren Facetten ist ein wichtiges Bindeglied in der Stadt. Der Leuchtturm Glashaus, das Kreativquartier in Herten Süd und andere Initiativen in den Stadtteilen weiter gestärkt und einem größeren und bunteren Publikum geöffnet werden. Außerdem sollen gemeinsame Initiativen von Kulturbüro und freier Szene (Bsp. Kulinarius) weiterentwickelt werden.
  • Generell soll das Ehrenamt, ob in Kultur, Sport oder im Sozialen gestärkt werden. Dabei wurde auch die Schaffung einer Ehrenamtsagentur diskutiert.
  • Das Thema Jugend interessierte sehr viele Teilnehmer. Hier bedarf es einer weiteren intensiven Arbeit mit den Jugendlichen. Die Stadt Osnabrück wurde als Beispiel genannt, die mit der Einladung eines « Jugendbotschafters » aus der Partnerstadt sehr gute Erfahrungen gemacht hat.
  • Das sozialdemokratische Versprechen “Aufstieg durch Bildung » kann heute nur in einer engen Abstimmung zwischen Schule und außerschulischen Angeboten im sozialen Umfeld gelingen. Der m2-Bildung und die Ganztagsbetreuung müssen dafür weiter gestärkt werden. Dabei wurde auch die Frage gestellt, wie Schulen und Kitas besser die soziale Mischung der gesamten Bürgerschaft abbilden können.
  • Um die soziale Mischung statt Parallelgesellschaften ging es auch in der Arbeitsgruppe Integration. Dazu besteht der Wunsch nach Begegnungsorten und Integration durch Spracherwerb und Teilhabe an Bildung und Arbeit.
  • Im Bereich Klima wurde deutlich, dass Stadt und Stadtwerke noch besser kommunizieren müssen und ein hoher Beratungsbedarf z.B. zur Frage der Nutzung von Solarthermie oder PV-Anlagen, aber auch zum Einsatz von Wasserstoff in Herten besteht. Hier soll im Zusammenhang mit der Volkshochschule ein Zyklus von Themenabenden veranstaltet werden, aber auch Beteiligungen zum Ausbau von ÖPNV und Radverkehr stattfinden. Als konkretes Zeichen des Hertener Engagements an dem jeder Bürger sich beteiligen kann, schliesst sich die Hertener SPD dem Vorschlag der TeilnehmerInnen an, Herten zur plastiktütenfreien Zone zu machen.

Die Diskussionsfreude war ansteckend, weshalb auch die Abschlussrunden am Samstag mit dem Landtagsabgeordneten Carsten Löcker und Mitgliedern des Stadtrats und am Sonntag mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Groß, dem Landrat Cay Süberkrüb und Mitgliedern des Stadtrats den geplanten Zeitrahmen sprengten und beschlossen wurde, die Diskussion fortzusetzen.

Die Parteivorsitzende Babette Nieder hat zu thematischen Workshops im Januar und April eingeladen und lud alle Interessierten ein, ausführliche Ergebnisse und Termine zur weiteren Arbeit auf der Webseite www.hertenerspd.de abzurufen. 

Das Zukunftswochenende spannte damit einen Bogen vom Eingangslied « Die Gedanken sind frei » zum Fazit « Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es ».

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