In Herten Zuhause – Die 2. Hertener Zukunftswerkstatt

„In Herten Zuhause“ lautete das Motto der zweiten Zukunftswerkstatt der Hertener SPD. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sprachen die Sozialdemokraten am Samstag, 08.02.2020 über Stärken und Potenziale der einzelnen Stadtteile. Gastgeber war das Jugendzentrum Nord. Nach der Begrüßung durch die Parteivorsitzende Babette Nieder und Kaled El Osman vom Jugendzentrum stimmte Vize-Bürgermeister Jürgen Grunwald die Teilnehmer mit einem Arbeiterlied auf die anschließenden Diskussionen ein. In kleinen Gruppen wurden Vorschläge für die Stadtteile erarbeitet, die im Mai in das SPD-Parteiprogramm für die Kommunalwahl einfließen sollen.

So wurde für Herten-Süd beispielsweise eine Stadtteilkonferenz vorgeschlagen. In Herten-Mitte soll die „Dienstleistungsfunktion“ für die Gesamtstadt (z. B. Glashaus, Volkshochschule, Rathaus) ausgebaut werden. Gleichzeitig soll es Begegnungsort für die Bewohner des Innenstadtrings geben. Die SPD möchte dabei als „Ermöglicher“ aktiv werden.

Die Gruppe aus Westerholt und Bertlich hat neben der Entwicklung der Zeche Westerholt auch die wichtige soziale Funktion des Breitensports sowie das Thema bezahlbares Wohnen im Alter angesprochen.

Für Langenbochum und den Paschenberg besteht weiterhin Nachholbedarf bei der fußläufigen Nahversorgung. Speziell auf dem Paschenberg wären eine bessere Integration und mehr soziale Durchmischung aus Sicht der Arbeitsgruppe wünschenswert.

Scherlebeck soll sich als kinderfreundlicher Stadtteil profilieren. Dafür müssen z. B. die Plätze der Offenen-Ganztags-Schule (OGS) ausgebaut und zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Außerdem soll die Anbindung an den Nahverkehr verbessert werden.

In Disteln soll zusammen mit der Bürgergilde der Dorfplatz wiederbelebt und der zunehmende Einkaufsverkehr kontrolliert werden.

Bezogen auf ganz Herten kam der Wunsch auf, Gebietsbeiräte für alle Stadtteile einrichten und wieder Streetworker in der offenen Jugendarbeit einsetzen.

Die Hertener SPD-Vorsitzende Babette Nieder bemerkte abschließend: „Lokalpolitik hat eine Doppelfunktion: Einerseits ist man Kümmerer vor Ort, auf der anderen Seite muss man das große Ganze im Blick haben.“ Das Ergebnis der Zukunftswerkstatt fasst sie wie folgt zusammen: „Wir sind gern in Herten zuhause und wollen uns um unser Zuhause kümmern. Dabei möchten wir möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner zum Mitmachen einladen.“

Die nächste Gelegenheit, um als Bürgerin bzw. Bürger aktiv an der Lokalpolitik mitzuwirken gibt es am 25. April in der Zeche Scherlebeck. Dann findet die dritte und letzte Zukunftswerkstatt der Hertener SPD statt.

Informationsveranstaltung S-Bahnhof Herten Mitte

Carsten Löcker liebäugelt mit einer kombinierten Fußgänger- und Radfahrerbrücke in Höhe des künftigen S-Bahn-Bahnhofes. Sie soll ein möglichst gefahrloses Überqueren auf der Feldstraße unterstützen. Das sagte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete im Vorfeld einer öffentlichen Veranstaltung, die über die Reaktivierung der S-Bahn informiert. Die Veranstaltung findet am Montag, 9. Dezember 2019, 18:00 Uhr, im Hertener Zukunftszentrum, Konrad-Adenauer-Straße 9, statt.

Schulweg sicherer
Um seinem Ziel näherzukommen, hat Carsten Löcker inzwischen mit Vertretern der Bezirksregierung gesprochen. Regierungspräsidentin Dorothee Feller wiederum soll aufs Städtebau-Ministerium einwirken: „Das Ministerium müsste mit Blick auf die Stadtteil-Konzepte großes Interesse an einer solchen Brücke als verbindendes Element zwischen dem Paschenberg und der Stadtmitte haben. Das berührt unter anderem unser Klimakonzept, indem der Radverkehr gefördert und Wege in Richtung Bahnhof kürzer werden. Gleichzeitig wird der Schulweg für Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums deutlich sicherer.“


Hochkaräter informieren
Damit sich der Besuch der Veranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger auch lohne und Informationen aus erster Hand garantiert seien, bietet Gastgeber Carsten Löcker einige Hochkaräter auf. Darunter sind der Chef des VRR, Roland Lünser, zwei Vertreter der Deutschen Bahn und nicht zuletzt Stadtbaurat Christoph Heidenreich.

IV. Hertener Digital-Symposium

Das Themenfeld Digitalisierung gehört heute zur Daseinsvorsorge und ist damit ein wichtiger Baustein unserer kommunalen Politik. Noch vor der Zukunftswerkstatt am 14. Und 15. September konnten wir damit ein Zukunftsthema frühzeitig besetzen und uns klar positionieren. Die vergangenen Veranstaltungen zeigen, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Die Aufmerksamkeit von Bürgern, Presse und Landtagsfraktion wird ständig größer. 

Mit der nächsten Veranstaltung am 21. November haben wir die Chance, den Anspruch, gestaltende Kraft für Hertens Zukunft zu sein, weiter zu festigen. Mit hochkarätigen Referenten (s. Programm) und begleitet vom WDR wird es sicher ein sehr spannender Abend. Kommt bitte zahlreich in den Stadtteiltreff Scherlebeck und bringt am besten noch Freunde und Bekannte mit. Damit unterstützt Ihr nicht nur die Initiative von Frank Lelke, Carsten Löcker und Numan Terzi, Ihr helft uns auch, die Hertener SPD für die anstehenden Kommunalwahlen fit zu machen und den Hertener Bürgerinnen und Bürgern Zukunftsperspektiven zu geben.

Freundschaft und Glück auf,

Babette Nieder
Parteivorsitzende  

Frank Lelke
Sprecher Digitalsymposium 

Das Programm können Sie hier herunterladen: 
Programm des IV. Hertener Digital-Symposium

Termin: 21.11.2019

Rückblick auf das Zukunftswochenende

Am Wochenende wurde das « Bürgerhaus” Süd mal wieder seinem Namen gerecht: Ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger haben mit Leidenschaft, Augenmaß und gegenseitigem Respekt über die Zukunft unserer Stadt diskutiert. Der gemeinsame Nenner der verschiedenen Arbeitsgruppen, der Debatten mit den Vertretern aus Bundestag, Landtag und Rat war die Daseinsvorsorge. 

  • Das Thema Wohnen betrifft alle Menschen und wir können es nicht alleine dem Markt überlassen. Hier wird die Hertener SPD auf Basis aktueller Zahlen mit Experten und Betroffenen einen Vorschlag für die Kommunalwahl erarbeiten, wie die Stadt hier wieder stärker gestalten kann.
  • Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt haben sich gewandelt. Es geht um Qualifikationen für die neue Arbeitswelt, die immer mehr von der Digitalisierung bestimmt ist, um die Behebung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen und um die Nutzung der Chancen, die sich unseren Stadtwerken, dem örtlichen Handwerk und dem Anwenderzentrum h2herten im Rahmen der Energiewende bieten. Es geht aber auch darum, mit dem sozialen Arbeitsmarkt Langzeitarbeitslose in die Gesellschaft zu integrieren und zugleich Bedürfnisse zu befriedigen, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sind (wie z.B. die Pflege des Stadtbildes).
  • Kultur in allen ihren Facetten ist ein wichtiges Bindeglied in der Stadt. Der Leuchtturm Glashaus, das Kreativquartier in Herten Süd und andere Initiativen in den Stadtteilen weiter gestärkt und einem größeren und bunteren Publikum geöffnet werden. Außerdem sollen gemeinsame Initiativen von Kulturbüro und freier Szene (Bsp. Kulinarius) weiterentwickelt werden.
  • Generell soll das Ehrenamt, ob in Kultur, Sport oder im Sozialen gestärkt werden. Dabei wurde auch die Schaffung einer Ehrenamtsagentur diskutiert.
  • Das Thema Jugend interessierte sehr viele Teilnehmer. Hier bedarf es einer weiteren intensiven Arbeit mit den Jugendlichen. Die Stadt Osnabrück wurde als Beispiel genannt, die mit der Einladung eines « Jugendbotschafters » aus der Partnerstadt sehr gute Erfahrungen gemacht hat.
  • Das sozialdemokratische Versprechen “Aufstieg durch Bildung » kann heute nur in einer engen Abstimmung zwischen Schule und außerschulischen Angeboten im sozialen Umfeld gelingen. Der m2-Bildung und die Ganztagsbetreuung müssen dafür weiter gestärkt werden. Dabei wurde auch die Frage gestellt, wie Schulen und Kitas besser die soziale Mischung der gesamten Bürgerschaft abbilden können.
  • Um die soziale Mischung statt Parallelgesellschaften ging es auch in der Arbeitsgruppe Integration. Dazu besteht der Wunsch nach Begegnungsorten und Integration durch Spracherwerb und Teilhabe an Bildung und Arbeit.
  • Im Bereich Klima wurde deutlich, dass Stadt und Stadtwerke noch besser kommunizieren müssen und ein hoher Beratungsbedarf z.B. zur Frage der Nutzung von Solarthermie oder PV-Anlagen, aber auch zum Einsatz von Wasserstoff in Herten besteht. Hier soll im Zusammenhang mit der Volkshochschule ein Zyklus von Themenabenden veranstaltet werden, aber auch Beteiligungen zum Ausbau von ÖPNV und Radverkehr stattfinden. Als konkretes Zeichen des Hertener Engagements an dem jeder Bürger sich beteiligen kann, schliesst sich die Hertener SPD dem Vorschlag der TeilnehmerInnen an, Herten zur plastiktütenfreien Zone zu machen.

Die Diskussionsfreude war ansteckend, weshalb auch die Abschlussrunden am Samstag mit dem Landtagsabgeordneten Carsten Löcker und Mitgliedern des Stadtrats und am Sonntag mit dem Bundestagsabgeordneten Michael Groß, dem Landrat Cay Süberkrüb und Mitgliedern des Stadtrats den geplanten Zeitrahmen sprengten und beschlossen wurde, die Diskussion fortzusetzen.

Die Parteivorsitzende Babette Nieder hat zu thematischen Workshops im Januar und April eingeladen und lud alle Interessierten ein, ausführliche Ergebnisse und Termine zur weiteren Arbeit auf der Webseite www.hertenerspd.de abzurufen. 

Das Zukunftswochenende spannte damit einen Bogen vom Eingangslied « Die Gedanken sind frei » zum Fazit « Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es ».

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